Vorläufiges Programm (Stand 21.09.2016)

Bitte Änderungen im Programm beachten!

Die Tagung findet an der Frankfurt University of Applied Sciences statt. Dort tagen wir in Gebäude 4, Audimax (Gebäudeplan der Frankfurt University).

Hinweise zur Anfahrt finden sie auf der Seite der Frankfurt University (siehe hier. )

Freitag, den 21. Oktober 2016, Geb. 4, Audimax

19:30:

Bühne für Menschenrechte – Preview: NSU-Monologe

19:40 – 21:40:

Öffentliche Podiumsdiskussion an der Frankfurt University of Applied Sciences

Gesellschaftliche Verantwortung und Folgen aus dem NSU-Komplex

Kleine Programmänderung: Für die Diskussion am Abend hat Prof. Dr. Andreas Zick leider absagen müssen. Dafür konnten wir jedoch Prof. Dr. Fabian Virchow als Vertreter der Rechtsextremismusforschung für das Podium gewinnen.

Hinweis: Die Podiumsdiskussion ist öffentlich. Sie müssen sich zur Teilnahme an der Podiumsdiskussion nicht anmelden und keinen Teilnahmebetrag entrichten. Dieser fällt nur für die Tagung am Samstag an.

Es diskutieren:
* Andreas Maus (Filmregisseur, u.a. „Der Kuaför aus der Keupstraße“)
* Seda Basay-Yildiz (Fachanwältin für Strafrecht, Nebenklagevertreterin im NSU-Prozess in München)
* Dr. Heike Radvan (Amadeu Antonio Stiftung)
* Katharina König (Mitglied des Landtags Thüringen, dort im NSU-Untersuchungsausschuss, Die Linke)
* Prof. Dr. Fabian Virchow (University of Applied Sciences Düsseldorf)
* Felix Hansen, NSU Watch

Moderation: Hanning Voigts (Journalist, Frankfurter Rundschau)

Mit Unterstützung der IG-Metall

Anschließend „Get together“

Samstag, den 22. Oktober 2016

09:00 Uhr:
Anmeldung

9:30 Uhr:
Begrüßung

10:00 Uhr:
Keynote Das „Vergessen der Disziplinen“
Vortrag zu Leerstellen der wissenschaftlichen Forschung zum NSU-Netzwerk von Samuel Salzborn (Universität Göttingen)
11:00 – 11:30: Pause

11:30 Uhr: Panelphase I – Perspektiven der Disziplinen auf den NSU-Komplex

- Rechtswissenschaft – Leitung: Doris Liebscher (Humboldt-Universität Berlin)
Diskussion: Wo bleibt die rechtswissenschaftliche Diskussion um den NSU-Komplex
mit einem Beitrag zur „Wahrnehmung und Einschätzung des NSU-Prozesses durch kritische Jurist_innen“ Falk Eckert

- Politikwissenschaft – Leitung: Fabian Virchow (Hochschule Düsseldorf)
u.a. mit Begriff des Rechtsextremismus –
Marc Grimm
und der NSU-Komplex und die Staatsraison: eine Bestandsaufnahme zu den strukturellen Möglichkeiten von Aufklärung – Vincent Gengnagel & Andreas Kallert

- Soziologie (einschl. Sozialpsychologie) – Leitung: Matthias Quent (Universität Jena)
u.a. Collusion, Erfahrungswissen, NS-Vergangenheit – sozialpsychologische Perspektiven auf den NSU-Komplex – Marc Schwietring
und Kurt Möller

- Soziale Arbeit – Leitung: Esther Lehnert (Alice Salomon Hochschule Berlin)
1. „Wer Wind säht, wird Sturm ernten“: Kritik der antirassistischen Theorie und Praxis - Kristin Goetze
2. Eine bundesweite Mordserie erinnern – Gabriele Fischer, Emil Bay und Lena Eschle
3. Deradikalisierung – Definitionen, Praxen und Auswirkungen - Lucia Bruns

- Gender-Studies – Leitung: Juliane Lang und Johanna Sigl (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus)
mit Charlie Kaufhold

- Medienwissenschaft/Linguistik – Leitung: Derya Gür-Şeker (Universität Duisburg-Essen)
1. Lessons learned? Die NSU-Verbrechen in der medialen Berichterstattung und die journalistische (Selbst)Kritik – Elke Grittmann & Tanja Thomas
2. Beate Zschäpe – eine Neonazistin im Mediendiskurs. Eine Kritische Diskursanalyse – Sophie Groß
3. Der NSU‐Prozess im Spiegel theatraler Darstellungen – Anna Brod

13:00 – 13:45 Uhr: Mittagessen

13:45 – 14:15 Uhr: Zusammenführung der Inhalte aus Panelphase I und Vorstellung Panelphase II

14:15 – 15:45 Uhr: Panelphase II – Workshops zu Schwerpunktthemen

1. Aufklärung im Raum A 101 – Der Prozess (Moderation: Lea Welsch)
1. Kontinuitäten im staatsanwaltschaftlichen Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt – der NSU-Komplex« – Fiona Schmidt, Isabella Greif
2. Der NSU-Prozess im Kontext politischer Strafprozesse in der BRD – Maruta Sperling
3. Zu große Erwartung oder maximale Aufklärung?!
Diskursanalyse der Berichterstattung über die Nebenkläger_innen zu Beginn des NSU-Prozesses – Ina Maria Fischer

2. Fight the players end the acts! (Moderation: Alice Blum)
1. Nach der Aufdeckung des NSU: Die Aufarbeitung umstrittener rechtsextremer Tötungsdelikte nach 1990 am Beispiel der Brandenburger
MMZ-Studie – Christoph Kopke, Gebhard Schultz, Dorina Feldmann
2. Extrem rechte Frauen vor Gericht
Eine gendersensible Betrachtung von extrem rechten Weiblichkeitsinszenierungen – Johanna Sigl
3. Wahrnehmungsdefizite und Perspektivverengungen der Rechtsextremismusforschung – Plädoyer für akteursorientierte Ansätze – Gideon Botsch

3. Das ‚Migrantisch situiertes Wissen’ als Analysekategorie des strukturellen Rassismus im Kontext des NSU-Prozess (Moderation: Michaela Köttig)
Ayse Guelec, Massimo Perinelli, Doris Liebscher

4. Rassismus strukturiert! (Moderation: Julia Müller)
1. NSU-Komplex und Rassismus - Jonas Fedders
2. Nichts dazu gelernt? Zur (Nicht-) Ahndung rassistisch motivierter Gewalttaten durch die Strafjustiz - Katharina Schoenes
3. De/realität des Terrors Migrantisch-situiertes Wissen um Terrorismus als epistemologische Positionierung der
Gesellschafsanalyse – Lee Hielscher

5. Repräsentanz der Verleugnung – Sozialpsychologische Perspektiven (Moderation: Tom Uhlig)
1. Die Extremismustheorie und die Wahrnehmung rassistischer Gewalt – Patrick Mayer
2. »Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten« oder »Kann man nicht einfach normal sein?«.
Psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zur Kontinuität deutscher Schuldabwehr
anhand der Filme »wir sind jung wir sind stark« und »Mitten in Deutschland: NSU. Die Täter« – Philipp Berg, Alina Brehm, Britta Dobben, Sebastian Jentsch, Matthias Monecke, Christian Wiesmann, Hauke Witzel

6. Pleiten, Pech und Pannen – die (Staats-) apparate und ihre Aufklärung (Moderation (Cara Röhner)
1. Korrumpiertes Wissen: Der NSU und Intellektuelle im Dienst des wissenschaftlich-nachrichtendienstlichen Komplexes -Markus Mohr
2. Wenn das Hochwasser die Akte holt – was passiert im Prozess? – Philipp Nell

7. Mittendrin statt nur allein – zur gesellschaftlichen Wirklichkeit rechten Terrors (Moderation: Sonja Brasch)
1. Eine retrospektive Betrachtung des Führerlosen Widerstand im Kontext NSU. Welche Muster und Mechanismen rechten Terrors lassen
sich am Beispiel des NSU erkennen? - Jonas Spengler
2. Lernen aus dem NSU – Aktiv gegen Rassismus und
Neonazismus – Politische Bildung zum NSU-Komplex – BiLaN – Bildungsinitiative Lernen aus dem NSU
Lernen gegen rechts.“ Bilan Initiative
3. Männer und Frauen im Netzwerk des NSU – Juliane Lang

15:45 – 16:15 Uhr: Pause

16:15 – 17:00 Uhr: Plenum: Abschluss der Tagung und Zusammenführung der Panels